Hochmoderne Steuerungen für jede Anforderung – Intelligente Lösungen von Lan.de

Entdecken Sie in unserem Online-Shop eine umfassende Auswahl an Steuerungen, die von einfachen Schaltern bis hin zu komplexen SPS-Systemen reicht. Wir haben diese Kategorie speziell für gewerbliche Anwender, Heimwerker und technische Enthusiasten kuratiert, die Wert auf Präzision, Zuverlässigkeit und Effizienz legen. Ob für industrielle Automatisierung, Gebäudetechnik oder spezialisierte Maschinen – hier finden Sie die passende Steuereinheit, die Ihre Projekte auf das nächste Level hebt.

Was sind Steuerungen und ihre Kernfunktionen?

Steuerungen sind das Herzstück jeder automatisierten oder teilautomatisierten Anlage. Sie nehmen Eingangssignale von Sensoren entgegen, verarbeiten diese Informationen gemäß einer definierten Logik und geben Ausgangssignale an Aktoren wie Motoren, Ventile oder Leuchten. Ihre Hauptfunktion ist die Automatisierung von Prozessen, die Steigerung der Effizienz, die Gewährleistung von Sicherheit und die Optimierung des Energieverbrauchs. Je nach Anwendungsbereich können Steuerungen von simplen Relais-Schaltungen bis hin zu leistungsfähigen speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) reichen, die komplexe Algorithmen und Netzwerkintegration ermöglichen.

Kaufberatung: Worauf sollten Sie beim Kauf von Steuerungen achten?

Die Auswahl der richtigen Steuerung ist entscheidend für den Erfolg Ihres Projekts. Berücksichtigen Sie folgende Faktoren:

  • Anwendungsbereich und Komplexität: Benötigen Sie eine einfache Ein/Aus-Schaltung, eine zeitgesteuerte Funktion, eine programmierte Logik oder eine komplexe Maschinensteuerung?
  • Eingangs- und Ausgangssignale: Welche Art von Sensoren (z.B. induktiv, kapazitiv, optisch, temperatursensoren) werden angeschlossen? Wie viele Ein- und Ausgänge werden benötigt? Welche Spannungspegel (z.B. 24V DC, 230V AC) sind erforderlich?
  • Programmierbarkeit und Schnittstellen: Muss die Steuerung programmierbar sein (z.B. SPS, Microcontroller)? Welche Kommunikationsprotokolle (z.B. Modbus, Profibus, Ethernet/IP) werden unterstützt, um eine Integration in bestehende Systeme zu ermöglichen?
  • Umgebungsbedingungen: Muss die Steuerung besonderen Anforderungen standhalten, wie z.B. hohe Temperaturen, Feuchtigkeit, Staub (Schutzart nach IP-Normen) oder Vibrationen?
  • Sicherheitsanforderungen: Sind Sicherheitsfunktionen (z.B. Not-Aus, Sicherheitsverriegelungen) gemäß relevanter Normen (z.B. EN ISO 13849) erforderlich?
  • Energieeffizienz: Achten Sie auf Steuerungen, die energieeffizient arbeiten, um Betriebskosten zu senken.
  • Hersteller und Qualität: Renommierte Hersteller wie Siemens, ABB, Schneider Electric oder WAGO stehen oft für hohe Qualität und Zuverlässigkeit. Achten Sie auf entsprechende Zertifizierungen.
  • Erweiterbarkeit: Lässt sich die Steuerung bei Bedarf erweitern, um zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden?

Arten von Steuerungen und ihre Einsatzgebiete

Die Welt der Steuerungen ist vielfältig. Hier eine Übersicht über gängige Typen:

  • Kleinsteuerungen / Logikmodule: Ideal für einfache Automatisierungsaufgaben, z.B. in der Gebäudeautomation, zur Steuerung von Beleuchtung oder Heizung. Sie sind oft einfach zu verdrahten und benötigen keine komplexe Programmierung. Beispiele sind Siemens LOGO! oder WAGO Kompaktsteuerungen.
  • Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS / PLC): Das Rückgrat der industriellen Automatisierung. SPS-Systeme können komplexe Prozesse steuern, Daten verarbeiten und über Netzwerke kommunizieren. Sie werden in der Fertigungsindustrie, im Maschinenbau und in der Prozessautomatisierung eingesetzt. Bekannte Produktfamilien sind Siemens S7, Allen-Bradley ControlLogix oder Beckhoff TwinCAT.
  • Industrielle PCs (IPC): Bieten höchste Flexibilität und Rechenleistung für anspruchsvolle Steuerungsaufgaben, Visualisierung und Datenmanagement. Sie sind besonders geeignet für komplexe Maschinensteuerungen und Industrie 4.0-Anwendungen.
  • Zeitschaltuhren und Timer: Für zeitgesteuerte Ein- und Ausschaltvorgänge, z.B. in der Beleuchtung, Heizung oder Bewässerung. Von einfachen Tages- oder Wochenprogrammen bis hin zu astronomischen Funktionen.
  • Relais und Schütze: Grundlegende Schaltgeräte zur Steuerung von elektrischen Verbrauchern, oft als Bestandteil größerer Steuerungslogiken oder für einfache Schaltungen.
  • Sicherheitssteuerungen: Speziell entwickelte Steuerungen, die höchsten Sicherheitsanforderungen genügen und als redundante Systeme zur Risikominimierung beitragen.

Technologische Entwicklungen und Normen im Steuerungsbau

Der Sektor der Steuerungen unterliegt einem stetigen Wandel, getrieben durch Digitalisierung, Vernetzung und den Ruf nach mehr Effizienz und Nachhaltigkeit. Trends wie das Internet der Dinge (IoT) und Industrie 4.0 rücken dezentrale Intelligenz, Fernwartung und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) in den Fokus. Cloud-Anbindung und Edge Computing ermöglichen intelligente Datenverarbeitung direkt an der Maschine.

Bei der Auswahl und Implementierung von Steuerungen sind relevante Normen unerlässlich. Dies umfasst:

  • Schutzarten nach DIN EN 60529 (IP-Schutzarten): Definiert den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser, wichtig für die Auswahl von Steuerungen für unterschiedliche Umgebungen.
  • Niederspannungsrichtlinie (2014/35/EU) und EMV-Richtlinie (2014/30/EU): Europäische Richtlinien, deren Konformität durch das CE-Zeichen signalisiert wird und für die Verkehrsfähigkeit innerhalb der EU notwendig ist.
  • Funktionale Sicherheit nach EN ISO 13849 / IEC 61508: Für sicherheitsgerichtete Steuerungen, die zur Vermeidung von Gefährdungen bei Maschinenbedienung beitragen. Die Einstufung erfolgt in Performance Levels (PL) oder Safety Integrity Levels (SIL).
  • Ethernet/IP und PROFINET: Standardisierte Kommunikationsprotokolle für die industrielle Automatisierung, die eine nahtlose Integration von Steuerungen in Netzwerke ermöglichen.

Achten Sie auf Produkte mit entsprechenden Zertifikaten und Dokumentationen, die die Einhaltung dieser Normen belegen.

Vergleich von Steuerungsarten nach Leistung und Anwendung

KriteriumKleinsteuerungen / LogikmoduleSpeicherprogrammierbare Steuerungen (SPS)Industrielle PCs (IPC)
Komplexität der AufgabenEinfach bis mittelschwerMittelschwer bis sehr komplexSehr komplex bis extrem komplex
ProgrammieraufwandGering (oft grafische Programmiersprachen wie FBD)Mittel bis hoch (IEC 61131-3 Standards wie ST, LD, FBD)Hoch (Softwareentwicklungsumgebungen, z.B. C++, .NET)
Eingangs-/AusgangsanzahlBegrenzt (z.B. 8 DI / 4 DO)Erweiterbar (mehrere hundert Ein-/Ausgänge möglich)Flexibel durch Erweiterungsmodule und Schnittstellen
KommunikationsmöglichkeitenBasis-Schnittstellen (z.B. RS485)Umfangreich (Ethernet/IP, PROFINET, Profibus, AS-i)Maximale Flexibilität (alle gängigen Feldbusse, Ethernet-basiert)
Rechenleistung & SpeicherEingeschränktMittel bis hochSehr hoch
AnwendungsbeispieleGebäudeautomation, einfache Maschinen, SchaltschrankfunktionenIndustrielle Fertigung, Robotik, Prozessautomatisierung, WasseraufbereitungHochleistungs-Maschinensteuerung, HMI, Datenanalyse, Simulation
KostenrahmenNiedrig bis mittelMittel bis hochHoch

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Steuerungen

Was ist der Unterschied zwischen einer SPS und einem Industrie-PC?

Eine SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) ist speziell für Echtzeit-Automatisierungsaufgaben konzipiert, zeichnet sich durch hohe Robustheit und deterministisches Verhalten aus und wird typischerweise mit IEC 61131-3 Sprachen programmiert. Ein Industrie-PC (IPC) bietet eine höhere Rechenleistung, mehr Flexibilität bei der Software und kann für eine breitere Palette von Anwendungen, einschließlich komplexer Visualisierungen und Datenanalysen, eingesetzt werden. Oft werden IPCs auch für die Steuerung eingesetzt, wenn diese Funktionalitäten über die reine SPS-Steuerung hinausgehen.

Benötige ich spezielle Software, um eine Steuerung zu programmieren?

Ja, für die Programmierung von speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) oder programmierbaren Logikmodulen wird spezielle Engineering-Software des jeweiligen Herstellers benötigt. Diese Software folgt oft den IEC 61131-3 Standards und bietet verschiedene Programmiersprachen wie strukturierten Text (ST), Kontaktplan (KOP) oder Funktionsbausteinsprache (FBS).

Was bedeutet die Schutzart IP65 bei einer Steuerung?

Die Schutzart IP65 bedeutet, dass die Steuerung staubdicht ist (erste Ziffer 6) und gegen Strahlwasser aus beliebiger Richtung geschützt ist (zweite Ziffer 5). Dies macht sie ideal für Umgebungen, in denen mit Staubentwicklung oder Wasser gespritzt werden kann, wie z.B. in Produktionshallen oder im Außenbereich.

Welche Kommunikationsprotokolle sind für die Vernetzung von Steuerungen wichtig?

Für die Vernetzung von Steuerungen in industriellen Umgebungen sind Protokolle wie PROFINET (Siemens), Ethernet/IP (Rockwell Automation/ODVA), Modbus TCP und Profibus von entscheidender Bedeutung. Diese ermöglichen den Datenaustausch zwischen Steuerungen, Sensoren, Aktoren und übergeordneten Leitsystemen und sind Grundlage für die Datenkommunikation in Industrie 4.0-Umgebungen.

Sind Sicherheitssteuerungen notwendig, wenn meine Maschine nicht als gefährlich gilt?

Auch wenn eine Maschine nicht offensichtlich gefährlich ist, können Sicherheitssteuerungen dennoch erforderlich sein, um gesetzliche Vorgaben oder branchenspezifische Sicherheitsstandards zu erfüllen. Sie gewährleisten den Schutz von Personal und Anlagen vor potenziellen Risiken, die sich aus Fehlfunktionen oder Bedienungsfehlern ergeben können. Die Notwendigkeit wird durch eine Risikobeurteilung gemäß EN ISO 13849 oder ähnlichen Normen ermittelt.

Wie lange ist die Lebensdauer einer typischen Steuerung?

Die Lebensdauer einer Steuerung hängt von vielen Faktoren ab, darunter die Qualität der Komponenten, die Umgebungsbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit, Vibrationen), die Beanspruchung und die Wartung. Hochwertige Steuerungen von renommierten Herstellern können unter optimalen Bedingungen viele Jahre, oft über 10-15 Jahre oder länger, zuverlässig funktionieren. Regelmäßige Wartung und Überwachung können die Lebensdauer weiter verlängern.

Kann ich eine ältere Steuerung durch ein modernes System ersetzen?

Ja, ein Austausch ist oft möglich und sinnvoll, um von moderner Technologie, verbesserter Effizienz und erweiterten Funktionen zu profitieren. Dabei ist es wichtig, die Kompatibilität der neuen Steuerung mit den bestehenden Sensoren, Aktoren und der Feldbus-Infrastruktur zu prüfen. Oft erfordert ein solches Upgrade auch eine Anpassung der Programmierung und der Verdrahtung.