Leitungsschutzschalter

Leitungsschutzschalter: Ihr verlässlicher Partner für elektrische Sicherheit

In unserem Online-Shop Lan.de bieten wir Ihnen eine umfassende Auswahl an Leitungsschutzschaltern, die für unterschiedlichste Anwendungsbereiche und Zielgruppen konzipiert sind. Ob für die Absicherung privater Haushalte, komplexer Industrieanlagen oder spezialisierter IT-Infrastrukturen – hier finden Sie die passende Lösung, die höchste Sicherheitsstandards erfüllt. Unsere Produktpalette reicht von kompakten Ein- und Zweipolern bis hin zu modularen Schutzgeräten für Schaltschränke, stets mit dem Fokus auf Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und einfache Installation. Entdecken Sie die Vielfalt und finden Sie den optimalen Leitungsschutzschalter für Ihre spezifischen Anforderungen.

Wichtige Kriterien beim Kauf von Leitungsschutzschaltern

Die Auswahl des richtigen Leitungsschutzschalters ist entscheidend für die Sicherheit und Funktionalität Ihrer elektrischen Anlagen. Achten Sie auf folgende Punkte:

  • Auslösecharakteristik (Kurzschlussauslösung): Dies bestimmt, bei welcher Stromstärke der Schutzschalter auslöst. Gängige Charakteristiken sind B, C und D. Charakteristik B ist für den Schutz von Wohngebäuden und empfindlichen Geräten geeignet, während Charakteristik C häufiger in gewerblichen und industriellen Anwendungen zum Einsatz kommt und höhere Einschaltströme toleriert. Charakteristik D ist für Geräte mit sehr hohen Anlaufströmen wie Motoren oder Schweißtransformatoren gedacht.
  • Nennstrom (Ampere): Wählen Sie den Nennstrom entsprechend der Belastbarkeit des geschützten Stromkreises. Eine Überdimensionierung kann zu gefährlichen Überlastungen führen, eine Unterdimensionierung zu unnötigen Auslösungen.
  • Polzahl: Für einphasige Stromkreise sind einpolige oder zweipolige Schutzschalter üblich. Mehrpolige Schalter (z.B. vierpolig) kommen bei Drehstromanschlüssen zum Einsatz, um alle Phasen gleichzeitig zu trennen.
  • Schutzklasse (IP-Schutzart): Für den Einsatz in feuchten oder staubigen Umgebungen ist eine entsprechende IP-Schutzart (z.B. IP54 oder höher) ratsam.
  • Zertifizierungen und Normen: Achten Sie auf Prüfzeichen wie VDE, CE oder UL, die die Konformität mit nationalen und internationalen Sicherheitsstandards bestätigen. Dies gewährleistet, dass der Schutzschalter den geltenden Vorschriften entspricht.
  • Hersteller und Qualität: Vertrauen Sie auf etablierte Marken wie Siemens, ABB, Eaton oder Schneider Electric, die für ihre hochwertigen und langlebigen Produkte bekannt sind.
  • Zusatzfunktionen: Manche Leitungsschutzschalter verfügen über integrierte Fehlerstromschutzfunktionen (RCBOs) oder sind für den Einsatz mit externen Fehlerstromschutzschaltern (RCDs) vorbereitet.

Arten von Leitungsschutzschaltern im Überblick

Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) sind essenzielle Komponenten zur Gewährleistung der elektrischen Sicherheit. Sie schützen elektrische Leitungen und Geräte vor Überlastung und Kurzschluss und verhindern so Brände und Schäden. Wir unterteilen sie primär nach ihrer Auslösecharakteristik, die auf die Art der zu schützenden Last abgestimmt ist.

MerkmalCharakteristik BCharakteristik CCharakteristik DCharakteristik K
AnwendungWohnbereiche, empfindliche Elektronik, Beleuchtung, Steckdosen.Gewerbliche und industrielle Installationen, Motoren, Transformatoren, Heizsysteme.Geräte mit sehr hohen Anlaufströmen, Schweißgeräte, schwere Motoren.Motoren, Transformatoren, Leuchtstofflampen-Vorschaltgeräte mit hohen Einschaltströmen.
Auslösebereich (magnetisch)3-5 x In5-10 x In10-20 x In10-14 x In
Thermische AuslösungÜberlastungÜberlastungÜberlastungÜberlastung
VorteileHohe Empfindlichkeit bei Überlastung, schneller Schutz für sensible Geräte.Toleriert kurzzeitig höhere Einschaltströme ohne Auslösung.Robuste Auslegung für extrem hohe Anlaufströme, verhindert Fehl-Auslösungen.Optimiert für Anwendungen mit pulsierenden oder transienten Strömen.
NachteileKann bei Geräten mit hohen Anlaufströmen zu Fehl-Auslösungen führen.Etwas geringere Empfindlichkeit bei sehr kleinen Überlastströmen im Vergleich zu B.Weniger empfindlich bei kleinen Überlastungen, kann Schutzgrenzen verschieben.Spezifischer Einsatzbereich, weniger universell als C.
Typische Nennströme (In)6A, 10A, 16A, 20A, 25A6A, 10A, 16A, 20A, 25A, 32A, 40A, 50A, 63A10A, 16A, 20A, 25A, 32A, 40A, 50A, 63A10A, 16A, 25A, 32A, 40A, 50A, 63A
NormenbezugIEC 60898-1, EN 60898-1IEC 60898-1, EN 60898-1, IEC 60947-2IEC 60898-1, EN 60898-1, IEC 60947-2IEC 60947-2

Schutz vor Fehlerströmen: Der integrierte Ansatz

Neben dem Schutz vor Überlast und Kurzschluss ist der Schutz vor Fehlerströmen – also Stromflüssen, die unerwünscht über Personen oder andere Leitwege abfließen – von größter Bedeutung für die Sicherheit. Herkömmliche Leitungsschutzschalter bieten hierfür keinen direkten Schutz. Dafür sind Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) zuständig. In unserem Sortiment finden Sie jedoch auch Kombinationsgeräte, sogenannte Leitungsschutzschalter mit integriertem Fehlerstromschutz (RCBOs). Diese vereinen die Funktionen eines Leitungsschutzschalters und eines RCDs in einem einzigen Modul. Dies spart Platz im Schaltschrank und vereinfacht die Installation erheblich. Die Auslösung erfolgt sowohl bei Überlast/Kurzschluss als auch bei Auftreten eines gefährlichen Fehlerstroms. Dies ist besonders in Wohnbereichen und dort, wo erhöhte Risiken durch Feuchtigkeit oder direkten Kontakt bestehen, eine empfehlenswerte und oft auch normativ geforderte Lösung. Achten Sie auf die Auslöseempfindlichkeit des Fehlerstromschutzes, die typischerweise bei 10 mA oder 30 mA liegt. Für besondere Anwendungen, wie z.B. den Schutz von Maschinen oder im Außenbereich, sind auch 100 mA oder 300 mA RCDs verfügbar, die primär dem Brandschutz dienen.

Die Rolle von Normen und Zertifizierungen

Die Sicherheit von elektrischen Anlagen ist durch strenge Normen und Richtlinien geregelt. Für Leitungsschutzschalter sind insbesondere die internationalen Normenreihen IEC 60898 und IEC 60947 sowie deren nationale Umsetzungen, wie die EN-Normen, maßgeblich. Das VDE-Zeichen (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) ist in Deutschland ein anerkanntes Prüfzeichen, das die Konformität mit diesen Normen bescheinigt und für höchste Sicherheitsstandards steht. Auch das CE-Kennzeichen ist ein wichtiger Hinweis auf die Übereinstimmung mit den geltenden EU-Richtlinien. Beim Kauf von Leitungsschutzschaltern sollten Sie stets auf diese Prüfzeichen und Zertifizierungen achten. Sie garantieren, dass die Produkte einer unabhängigen Prüfung unterzogen wurden und die geforderten Sicherheitsmerkmale aufweisen. Bei Lan.de führen wir ausschließlich Produkte von namhaften Herstellern, die diese hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz bei Schutzschaltern

Auch im Bereich der elektrischen Schutzschalter gewinnen Nachhaltigkeitsaspekte zunehmend an Bedeutung. Moderne Leitungsschutzschalter werden unter Berücksichtigung von Materialeffizienz und Langlebigkeit entwickelt. Langlebige Produkte reduzieren den Bedarf an Ersatz und schonen somit Ressourcen. Darüber hinaus tragen präzise und zuverlässige Schutzschalter dazu bei, Energieverluste durch Überlastungen oder Fehlfunktionen zu minimieren. Durch die Vermeidung von Überhitzung und unnötigen Abschaltungen wird der Energieverbrauch optimiert. Wir achten bei der Auswahl unseres Sortiments darauf, Produkte anzubieten, die nicht nur höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen, sondern auch im Sinne einer nachhaltigen Stromnutzung konzipiert sind. Die Auswahl des korrekten Schutzschalters trägt somit indirekt zur Energieeffizienz bei, indem sie Schäden an Geräten vermeidet und einen stabilen Betrieb gewährleistet.

Häufig gestellte Fragen zu Leitungsschutzschaltern

Was ist der Unterschied zwischen einem Leitungsschutzschalter und einer Sicherung?

Ein Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) ist eine Weiterentwicklung der klassischen Schmelzsicherung. Während eine Schmelzsicherung nach dem Auslösen (durchbrennen des Drahtes) ersetzt werden muss, ist ein Leitungsschutzschalter nach dem Auslösen einfach durch Betätigen des Hebels wieder einschaltbar, sofern die Ursache für die Auslösung behoben wurde. LS-Schalter bieten zudem oft präzisere Auslösecharakteristiken und integrierte Funktionen zum Schutz vor Überlast und Kurzschluss.

Welche Auslösecharakteristik benötige ich?

Die Wahl der Auslösecharakteristik hängt von der Art der angeschlossenen Geräte ab. Charakteristik B eignet sich für Geräte mit geringen Anlaufströmen wie Beleuchtung und Haushaltsgeräte. Charakteristik C ist für Geräte mit höheren Einschaltströmen wie Motoren oder Transformatoren im gewerblichen und industriellen Bereich vorgesehen. Charakteristik D ist für Geräte mit extrem hohen Anlaufströmen wie Schweißgeräte konzipiert.

Wie wähle ich den richtigen Nennstrom (Ampere) für meinen Leitungsschutzschalter?

Der Nennstrom des Leitungsschutzschalters muss auf die maximale Strombelastbarkeit der angeschlossenen Leitung abgestimmt sein. Eine Überdimensionierung kann dazu führen, dass bei einer Überlast die Leitung beschädigt wird, bevor der Schutzschalter auslöst. Eine Unterdimensionierung führt zu häufigen, unnötigen Auslösungen. Die spezifischen Anforderungen Ihrer elektrischen Anlage und die Querschnitte der Leitungen sind hierbei entscheidend. Im Zweifelsfall oder bei komplexen Installationen ist die Beratung durch einen qualifizierten Elektriker unerlässlich.

Muss ich einen separaten Fehlerstromschutzschalter (RCD) verwenden, wenn ich einen Leitungsschutzschalter habe?

Ein herkömmlicher Leitungsschutzschalter schützt nicht vor gefährlichen Fehlerströmen, die durch Personen fließen können. Für den Schutz vor Stromschlägen ist zusätzlich ein Fehlerstromschutzschalter (RCD) erforderlich. Alternativ können Sie ein Kombinationsgerät (RCBO) verwenden, das sowohl die Funktion eines Leitungsschutzschalters als auch die eines RCDs in einem Gehäuse vereint.

Was bedeutet die Polzahl eines Leitungsschutzschalters?

Die Polzahl gibt an, wie viele Leiter des Stromkreises der Schutzschalter im Falle einer Auslösung gleichzeitig trennt. Einpolige Schalter trennen nur den Außenleiter (Phase). Zweipolige Schalter trennen Außenleiter und Neutralleiter. Dies ist wichtig für eine vollständige Abschaltung und zur Vermeidung von Restspannung. Für Drehstromanschlüsse werden vierpolige Schalter benötigt, die alle drei Außenleiter und den Neutralleiter trennen.

Wie oft sollte ich meine Leitungsschutzschalter überprüfen?

Leitungsschutzschalter sind für eine lange Lebensdauer ausgelegt und erfordern in der Regel keine regelmäßige Überprüfung im Sinne einer Wartung. Es empfiehlt sich jedoch, die Funktion einmal im Jahr durch manuelles Auslösen zu testen. Dies stellt sicher, dass der Schutzschalter im Bedarfsfall zuverlässig auslöst. Bei Anzeichen von Beschädigungen, übermäßiger Wärmeentwicklung oder wiederholten, unerklärlichen Auslösungen sollte der betroffene Schutzschalter umgehend von einem Fachmann ausgetauscht werden.

Welche Marken sind für Leitungsschutzschalter empfehlenswert?

Für höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit empfehlen wir Leitungsschutzschalter von namhaften Herstellern wie Siemens, ABB, Eaton, Schneider Electric und Hager. Diese Unternehmen verfügen über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Elektroinstallationsmaterial und erfüllen strenge Qualitäts- und Sicherheitsstandards.