Server

Server: Das Rückgrat Ihrer digitalen Infrastruktur

Im Lan.de Online-Shop finden Sie eine sorgfältig kuratierte Auswahl an Serverlösungen, die für unterschiedlichste Anforderungen konzipiert sind. Ob Sie ein Startup mit wachsendem Datenvolumen, ein etabliertes Unternehmen mit komplexen Virtualisierungsanforderungen oder ein anspruchsvoller Heimanwender, der eine leistungsstarke NAS-Lösung sucht – unsere Server-Kategorie bietet die passende Hardware. Wir haben diese Auswahl getroffen, um Ihnen den Zugang zu zuverlässiger, skalierbarer und performanter Rechenleistung zu ermöglichen, die als Fundament für Ihre geschäftskritischen Anwendungen, Datenspeicher und Netzwerkdienste dient. Entdecken Sie die Vielfalt an Rack-, Tower- und Blade-Servern, die auf Effizienz, Robustheit und Zukunftsfähigkeit optimiert sind.

Worauf Sie beim Kauf Ihres Servers achten sollten

Die Auswahl des richtigen Servers ist eine strategische Entscheidung, die maßgeblich die Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit Ihrer IT-Infrastruktur beeinflusst. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung folgende Schlüsselfaktoren:

  • Anwendungszweck und Workload: Definieren Sie klar, welche Aufgaben der Server primär erfüllen soll. Geht es um Webhosting, Datenbanken, Virtualisierung, Dateiserver, Medienserver oder spezifische Anwendungen wie CAD/CAM-Software oder Simulationen? Unterschiedliche Workloads stellen verschiedene Anforderungen an CPU, RAM, Speichergeschwindigkeit und Netzwerkanbindung.
  • Prozessorleistung (CPU): Achten Sie auf die Anzahl der Kerne, die Taktfrequenz und die unterstützte Architektur (z.B. x86-64). Für rechenintensive Aufgaben sind leistungsstarke Prozessoren mit hoher Kernanzahl unerlässlich. Marken wie Intel (Xeon) und AMD (EPYC) dominieren den Servermarkt und bieten diverse Modelle für unterschiedliche Leistungsstufen.
  • Arbeitsspeicher (RAM): Die Menge und Art des RAMs sind entscheidend für die Systemperformance, insbesondere bei Virtualisierung und Datenbanken. DDR4- und DDR5-ECC-RAM (Error-Correcting Code) ist für Server unerlässlich, da er Datenintegrität gewährleistet und Abstürze durch Speicherfehler minimiert. Berücksichtigen Sie die maximale RAM-Kapazität des Servers und die Anzahl der verfügbaren Steckplätze für zukünftige Erweiterungen.
  • Speicherlösungen (Storage): Hier unterscheiden wir zwischen der Art der Speichermedien (SSD, NVMe SSD, HDD) und der Konfiguration (RAID). SSDs und NVMe SSDs bieten deutlich höhere Lese- und Schreibraten als HDDs, was sich positiv auf die Anwendungsperformance auswirkt. RAID-Systeme (Redundant Array of Independent Disks) erhöhen die Datensicherheit und/oder die Lese-/Schreibleistung durch die Kombination mehrerer Festplatten.
  • Netzwerkanbindung: Die Geschwindigkeit und Anzahl der Netzwerkschnittstellen (NICs) sind wichtig für die Kommunikation zwischen Servern und Clients. Gängige Standards sind Gigabit Ethernet (GbE), 10-GbE, 25-GbE oder sogar 40/100-GbE für Hochleistungsnetzwerke.
  • Formfaktor und Erweiterbarkeit: Server sind in verschiedenen Formfaktoren erhältlich:
    • Tower-Server: Ähnlich wie Desktop-PCs, gut geeignet für kleinere Umgebungen oder als Standalone-Lösung. Bieten oft gute Erweiterbarkeit.
    • Rack-Server: Optimiert für den Einbau in standardisierte Serverracks (z.B. 19-Zoll-Racks), platzsparend und ideal für Rechenzentren. Angegeben in Höheneinheiten (HE oder U).
    • Blade-Server: Sehr hohe Dichte, mehrere Server in einem Gehäuse (Chassis), ideal für maximale Performance pro Rackplatz, erfordern aber eine dedizierte Infrastruktur.

    Achten Sie auf die Anzahl der freien Einschübe für Festplatten, PCIe-Steckplätze für Erweiterungskarten (z.B. Netzwerkkarten, RAID-Controller) und die Anzahl der RAM-Steckplätze.

  • Stromversorgung und Kühlung: Server sind oft für den Dauerbetrieb ausgelegt und benötigen redundante Netzteile für erhöhte Ausfallsicherheit. Eine effiziente Kühlung ist essenziell, um die Hardware vor Überhitzung zu schützen und die Lebensdauer zu verlängern.
  • Management und Überwachung: Features wie IPMI (Intelligent Platform Management Interface) oder iDRAC (Integrated Dell Remote Access Controller) ermöglichen die Fernverwaltung und -überwachung des Servers, selbst wenn das Betriebssystem nicht erreichbar ist.
  • Energieeffizienz und Geräuschentwicklung: Gerade bei vielen Servern im Einsatz sind Energieverbrauch und Lautstärke wichtige Kriterien. Achten Sie auf entsprechende Effizienzlabels und die Leistungsaufnahme im Betrieb.
  • Zertifizierungen und Standards: Für geschäftskritische Anwendungen können Zertifizierungen nach ISO-Normen (z.B. ISO 27001 für Informationssicherheit) oder spezifische Zulassungen für bestimmte Branchen relevant sein.

Server-Typen im Überblick: Die passende Lösung für jede Anforderung

Die Wahl des richtigen Server-Typs hängt maßgeblich von Ihrer vorhandenen Infrastruktur, dem verfügbaren Platz und den spezifischen Leistungsanforderungen ab. Wir bieten Ihnen eine breite Palette, um Ihre IT-Ziele optimal zu unterstützen.

Rack-Server: Effizient und skalierbar für Rechenzentren

Rack-Server sind das Rückgrat moderner Rechenzentren und Serverräume. Konzipiert für den Einbau in 19-Zoll-Racks, zeichnen sie sich durch ihre platzsparende Bauweise und hohe Skalierbarkeit aus. Sie sind in verschiedenen Höheneinheiten (HE oder U) verfügbar, von kompakten 1U-Servern für Anwendungen, die wenig Platz benötigen, bis hin zu leistungsstarken 4U-Servern, die viel Platz für Speichererweiterungen und zusätzliche Komponenten bieten. Rack-Server sind oft mit redundanten Netzteilen und hochentwickelten Kühlsystemen ausgestattet, um einen unterbrechungsfreien Betrieb zu gewährleisten. Sie eignen sich hervorragend für Virtualisierung, Datenbanken, Webhosting und als zentrale File-Server.

Tower-Server: Flexibel und eigenständig für wachsende Unternehmen

Tower-Server ähneln in ihrem Aufbau herkömmlichen Desktop-PCs, sind jedoch für den Dauerbetrieb und höhere Lasten konzipiert. Ihre aufrechte Bauweise macht sie ideal für Umgebungen, in denen kein Rack vorhanden ist, wie z.B. in kleinen Büros oder als dedizierte Server für spezifische Abteilungen. Tower-Server bieten oft eine gute Balance zwischen Leistung, Erweiterbarkeit und Kosten. Sie sind in der Regel einfacher zu installieren und zu warten als Rack-Server und bieten häufig eine leisere Betriebsweise. Sie eignen sich gut für kleine bis mittelständische Unternehmen, die einen eigenständigen Server für Dateifreigaben, Druckdienste, eine kleine Datenbank oder als Terminalserver benötigen.

Blade-Server: Maximale Dichte und Performance für anspruchsvollste Umgebungen

Blade-Server repräsentieren die Spitze der Server-Dichte und Leistung. Sie werden in einem gemeinsamen Gehäuse, dem sogenannten Chassis, untergebracht, das zentrale Stromversorgung, Kühlung und Netzwerkverbindungen bereitstellt. Jeder Blade-Server, auch „Blade“ genannt, ist eine eigenständige Computing-Einheit mit CPU, RAM und Speicher. Diese Architektur ermöglicht eine extrem hohe Anzahl von Servern auf kleinstem Raum, was sie ideal für hochverfügbare Umgebungen, große Virtualisierungsparks, High-Performance-Computing (HPC) und Cloud-Infrastrukturen macht. Die zentrale Verwaltung des Chassis vereinfacht das Deployment und die Wartung erheblich, erfordert aber eine höhere Anfangsinvestition und eine spezifische Infrastruktur.

Entscheidende Komponenten und Technologien im Server-Umfeld

Die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit eines Servers wird durch das Zusammenspiel verschiedener Schlüsselkomponenten bestimmt. Ein tiefes Verständnis dieser Technologien ist für die optimale Auswahl und Konfiguration Ihres Systems unerlässlich.

Prozessoren (CPUs): Das Gehirn des Servers

Im Zentrum jedes Servers steht der Prozessor. Für Serveranwendungen werden primär Prozessoren mit hoher Kernanzahl und intelligenter Lastverteilung eingesetzt, um parallele Verarbeitung zu maximieren. Führende Hersteller wie Intel mit ihren Xeon-Prozessoren und AMD mit den EPYC-Prozessoren bieten eine breite Palette an Modellen, die sich in Anzahl der Kerne, Taktfrequenz, Cache-Größe und unterstützte Technologien wie Hyper-Threading oder Simultaneous Multi-Threading (SMT) unterscheiden. Für rechenintensive Aufgaben wie Datenbankoperationen, Virtualisierung oder wissenschaftliche Simulationen sind Prozessoren mit vielen Kernen und hoher Performance pro Kern unerlässlich. Die Wahl der richtigen CPU beeinflusst direkt die Gesamtdurchsatzrate und die Reaktionszeit des Servers.

Arbeitsspeicher (RAM): Mehr ist oft besser

Der Arbeitsspeicher ist entscheidend für die Geschwindigkeit, mit der Daten verarbeitet werden können. In Servern kommt fast ausschließlich ECC-RAM (Error-Correcting Code) zum Einsatz. Dieser speichert zusätzliche Bits, um potenzielle Fehler während der Datenübertragung zu erkennen und zu korrigieren, was die Systemstabilität erheblich erhöht und Datenkorruption verhindert – ein kritischer Faktor für unternehmenskritische Anwendungen. Die Kapazität des RAMs sollte auf die erwartete Anzahl von gleichzeitigen Benutzern und laufenden Anwendungen abgestimmt sein. Bei Virtualisierungsumgebungen ist eine ausreichende RAM-Kapazität essenziell, um mehrere virtuelle Maschinen (VMs) gleichzeitig performant ausführen zu können. Aktuelle Standards sind DDR4 und DDR5, wobei DDR5 höhere Geschwindigkeiten und Effizienz bietet.

Speichersysteme: Geschwindigkeit, Kapazität und Redundanz

Die Wahl der Speichermedien und deren Konfiguration beeinflusst maßgeblich die Ladezeiten von Anwendungen und die Geschwindigkeit des Datenzugriffs.

  • SSDs (Solid State Drives) und NVMe SSDs: Bieten im Vergleich zu herkömmlichen HDDs (Hard Disk Drives) drastisch höhere Lese- und Schreibraten, was zu einer erheblichen Beschleunigung von Datenbanken, Betriebssystemen und Anwendungsstarts führt. NVMe (Non-Volatile Memory Express) ist ein moderner Schnittstellenstandard, der speziell für SSDs entwickelt wurde und noch höhere Performance ermöglicht.
  • HDDs (Hard Disk Drives): Bieten eine kostengünstigere Lösung für die Speicherung großer Datenmengen, sind aber deutlich langsamer als SSDs. Sie eignen sich gut für Archivierungszwecke oder die Speicherung von Daten, auf die nicht häufig zugegriffen wird.
  • RAID (Redundant Array of Independent Disks): Eine Technologie, die mehrere physische Laufwerke zu einer logischen Einheit zusammenfasst, um die Leistung, Fehlertoleranz oder beides zu verbessern. Gängige RAID-Level wie RAID 1 (Spiegelung für Redundanz), RAID 5 (Paritätsdaten für Redundanz und Leistung) oder RAID 10 (Striping und Spiegelung für Leistung und Redundanz) sind für Server unerlässlich, um Datenverlust bei Laufwerksausfällen zu vermeiden.

Netzwerkanbindung: Die Datenautobahn Ihres Servers

Eine performante Netzwerkanbindung ist entscheidend für die reibungslose Kommunikation zwischen Servern und Clients. Standardmäßig sind Server mit Gigabit-Ethernet (1 GbE) ausgestattet. Für höhere Anforderungen, wie sie bei großen Datenübertragungen, intensiver Netzwerknutzung oder mehreren virtuellen Maschinen auf einem Host auftreten, sind 10-GbE, 25-GbE oder sogar 40/100-GbE Netzwerkkarten empfehlenswert. Die Anzahl der Netzwerkschnittstellen (NICs) spielt ebenfalls eine Rolle, um Redundanz zu schaffen oder den Netzwerkverkehr zu segmentieren.

Management und Überwachung: Volle Kontrolle über Ihre Hardware

Moderne Server verfügen über fortschrittliche Management-Chipsätze, die eine Fernverwaltung und -überwachung ermöglichen. Technologien wie IPMI (Intelligent Platform Management Interface) oder proprietäre Lösungen wie iDRAC (Dell), iLO (HPE) oder Xclarity (Lenovo) erlauben Administratoren, den Serverzustand zu überwachen, ihn neu zu starten, BIOS-Einstellungen zu ändern oder sogar das Betriebssystem aus der Ferne zu installieren – unabhängig davon, ob das Betriebssystem läuft oder nicht. Dies ist unerlässlich für den Betrieb großer Rechenzentren oder für Systeme, die sich an schwer zugänglichen Orten befinden.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz bei Servern

In Zeiten steigender Energiekosten und wachsenden Umweltbewusstseins spielen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auch bei Servern eine wichtige Rolle. Moderne Server werden zunehmend mit Fokus auf geringen Stromverbrauch konzipiert. Dies beinhaltet energieeffiziente Prozessoren, optimierte Kühlsysteme und integrierte Power-Management-Funktionen. Viele Hersteller erreichen durch entsprechende Zertifizierungen wie die Energy Star-Bewertung, dass ihre Geräte einen geringeren Energiebedarf haben. Dies reduziert nicht nur die Betriebskosten, sondern auch den ökologischen Fußabdruck Ihrer IT-Infrastruktur. Bei der Auswahl sollten Sie auf die Leistungsaufnahme (Watt) und die Effizienz der Netzteile (z.B. 80 Plus Platinum) achten. Die Lebensdauer der Hardware und die Möglichkeit des Recyclings sind ebenfalls Aspekte der Nachhaltigkeit.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Server

Was ist der Unterschied zwischen einem Server und einem Desktop-PC?

Server sind speziell für den Dauerbetrieb, höhere Lasten und Netzwerkdienste konzipiert. Sie verfügen in der Regel über leistungsfähigere Komponenten (CPUs, ECC-RAM), robustere Gehäuse, redundante Netzteile, fortschrittlichere Kühlsysteme und Management-Schnittstellen (IPMI) im Vergleich zu Desktop-PCs. Sie sind für Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit optimiert, während Desktop-PCs für Einzelplatzanwendungen gedacht sind.

Welchen Server-Formfaktor benötige ich?

Dies hängt von Ihrer Infrastruktur ab. Tower-Server sind ideal für Umgebungen ohne Rack, bieten Flexibilität und sind oft leiser. Rack-Server sind für den Einbau in 19-Zoll-Racks optimiert und bieten eine hohe Dichte und Skalierbarkeit, was sie zur Standardwahl in Rechenzentren macht. Blade-Server bieten die höchste Dichte und Performance, erfordern aber eine spezielle Infrastruktur.

Wie viel RAM benötige ich für meinen Server?

Die benötigte RAM-Menge hängt stark von der geplanten Nutzung ab. Für grundlegende Dateiserver oder Webserver können 8-16 GB ausreichen. Für Virtualisierung, Datenbanken oder anspruchsvolle Anwendungen sind 32 GB, 64 GB oder sogar mehrere hundert Gigabyte RAM erforderlich, um eine optimale Leistung zu gewährleisten. Achten Sie stets auf ECC-RAM für höchste Stabilität.

Was bedeutet RAID und warum ist es für Server wichtig?

RAID (Redundant Array of Independent Disks) fasst mehrere Festplatten zu einer logischen Einheit zusammen, um entweder die Leistung zu steigern oder die Datensicherheit zu erhöhen (Redundanz). Für Server ist RAID unerlässlich, um Datenverlust bei einem Festplattenausfall zu vermeiden. RAID 1 (Spiegelung) und RAID 10 (Striping und Spiegelung) bieten hohe Redundanz, während RAID 5 oder 6 ein gutes Gleichgewicht zwischen Leistung und Speichereffizienz für Redundanz bieten.

Kann ich einen Server auch zu Hause nutzen?

Ja, Sie können Server auch für private Zwecke nutzen, z.B. als NAS (Network Attached Storage) für Mediendateien, als Plex-Server, für Heimautomatisierungsprojekte oder als Testumgebung für Software. Dabei sollten Sie auf die Geräuschentwicklung und den Stromverbrauch achten, da Server oft lauter und energiehungriger sind als klassische Desktop-PCs.

Welche Hersteller sind im Server-Bereich empfehlenswert?

Führende und etablierte Hersteller von Server-Hardware sind unter anderem Dell EMC, HPE (Hewlett Packard Enterprise), Lenovo, Supermicro und Fujitsu. Diese Unternehmen bieten ein breites Spektrum an Lösungen und sind bekannt für Zuverlässigkeit und Support.

Was ist der Unterschied zwischen einem dedizierten Server und einem Shared-Server?

Ein dedizierter Server gehört ausschließlich Ihnen und ist nicht für andere Nutzer freigegeben. Dies bietet maximale Leistung, Sicherheit und Kontrolle. Ein Shared-Server teilt sich die Ressourcen mit mehreren anderen Nutzern, was kostengünstiger ist, aber die Leistung und Sicherheit beeinträchtigen kann, wenn andere Nutzer die Ressourcen stark auslasten. Bei uns im Lan.de Shop erwerben Sie dedizierte Hardware.