Schraubensicherungen

Umfassende Lösungen für sichere Verbindungen: Ihre Auswahl an Schraubensicherungen bei Lan.de

Bei Lan.de bieten wir Ihnen eine sorgfältig kuratierte Auswahl an Schraubensicherungen, die darauf ausgelegt sind, die Integrität und Zuverlässigkeit Ihrer mechanischen Verbindungen unter anspruchsvollsten Bedingungen zu gewährleisten. Ob in der Automobilindustrie, im Maschinenbau, in der Luft- und Raumfahrt oder im Elektrotechnik-Sektor – unsere Produkte sind die erste Wahl für Profis und anspruchsvolle Heimwerker, die auf kompromisslose Sicherheit und Langlebigkeit setzen. Entdecken Sie bewährte mechanische und chemische Methoden zur Verhinderung des Lösens von Schraubverbindungen.

Warum Schraubensicherungen unverzichtbar sind

In vielen industriellen und technischen Anwendungen unterliegen Schraubverbindungen Vibrationen, thermischen Schwankungen, Stoßbelastungen und dynamischen Kräften. Ohne adäquate Sicherungsmaßnahmen können sich diese Verbindungen unbeabsichtigt lösen. Dies kann zu Funktionsausfällen, schweren Sachschäden oder sogar zu gefährlichen Unfällen führen. Schraubensicherungen sind daher kritische Komponenten, um die Integrität und Funktionsfähigkeit von Maschinen, Anlagen und Geräten langfristig zu gewährleisten. Sie minimieren das Risiko eines ungewollten Lösens und tragen maßgeblich zur Betriebssicherheit und Lebensdauer bei.

Worauf Sie beim Kauf von Schraubensicherungen achten sollten

Die Auswahl der richtigen Schraubensicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab, die sorgfältig abgewogen werden müssen, um eine optimale Leistung und Haltbarkeit zu erzielen:

  • Anwendungsumgebung: Berücksichtigen Sie die Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit, aggressive Medien (Chemikalien, Öle) und UV-Strahlung. Bestimmte Materialien und Sicherungsarten sind für spezifische Umgebungen besser geeignet.
  • Vibrations- und Stoßbelastung: Starken Vibrationen erfordern robustere Sicherungsmethoden als moderate. Die Intensität der Belastung bestimmt die erforderliche Rückhaltekraft.
  • Montage und Demontage: Muss die Verbindung wiederholt demontiert werden können, sind lösbare Sicherungen die bevorzugte Wahl. Für permanente Verbindungen eignen sich nicht-lösbare Methoden.
  • Größe und Art der Schraube: Die Sicherung muss zur Größe und zum Gewindetyp der zu sichernden Schraube passen. Gewindesicherungen sind beispielsweise für metrische und zöllige Gewinde erhältlich.
  • Temperaturbeständigkeit: Bei Anwendungen mit hohen oder sehr niedrigen Temperaturen ist die thermische Stabilität des Sicherungsmaterials entscheidend.
  • Normen und Zertifizierungen: Für sicherheitsrelevante Anwendungen sind Produkte, die spezifische Normen (z.B. DIN, ISO, ASTM) erfüllen oder entsprechende Zertifizierungen besitzen, unerlässlich.
  • Materialwahl: Gängige Materialien für Schraubensicherungen umfassen Stahl (verzinkt, Edelstahl A2/A4), Kunststoff (Polyamid, PEEK) und spezielle Legierungen. Jedes Material hat spezifische Eigenschaften bezüglich Korrosionsbeständigkeit, Festigkeit und Temperaturbereich.
  • Anzugsdrehmoment: Die Sicherung darf das erforderliche Anzugsdrehmoment nicht negativ beeinflussen oder dessen Erreichen verhindern. Manche Sicherungen erfordern ein angepasstes Drehmoment.

Arten von Schraubensicherungen im Überblick

Unser Sortiment deckt eine breite Palette an bewährten Methoden zur Sicherung von Schraubverbindungen ab:

Mechanische Schraubensicherungen

Diese Methoden basieren auf physikalischen Prinzipien, um ein ungewolltes Lösen zu verhindern. Sie sind oft wiederverwendbar und erfordern keine chemischen Substanzen.

  • Zahnscheiben (z.B. Serrationscheiben, Fächerscheiben): Diese Scheiben verfügen über Zähne, die sich beim Anziehen in die Werkstückoberfläche und den Schraubenkopf eingraben und so eine Sicherungswirkung erzeugen.
  • Federringe (z.B. Schnorr-Scheiben, geteilte Federringe): Sie erzeugen durch ihre Vorspannung eine Klemmwirkung, die Vibrationen entgegenwirkt und das Nachgeben der Verbindung verhindert.
  • Sicherungsmuttern (z.B. Kronenmuttern mit Splint, selbstsichernde Muttern mit Kunststoffring): Spezielle Muttern, die durch zusätzliche Elemente wie Splinte oder integrierte Klemmringe ein ungewolltes Lösen der Schraube verhindern.
  • Schlagsicherungen: Hierbei wird der Schraubenkopf oder die Mutter mit einem Werkzeug so verformt oder in eine Nut gedrückt, dass ein Verdrehen nicht mehr möglich ist.
  • Drahtsicherungen: Ein Draht wird durch Bohrungen im Schraubenkopf und/oder der Mutter sowie ggf. einer Nut in der Verbindung gesteckt und verdrillt, um ein Lösen zu verhindern. Typisch für die Luftfahrt und militärische Anwendungen.
  • Schlagscheiben und Kerbringe: Diese Scheiben werden unter den Schraubenkopf oder die Mutter gelegt und nach dem Anziehen an eine Kerbe der Welle oder Schraube gebogen.

Chemische Schraubensicherungen (Gewindedichtmittel / Schraubensicherungen auf Cyanacrylat-Basis)

Diese flüssigen oder pastösen Produkte werden auf das Gewinde aufgebracht und härten nach der Montage aus. Sie füllen den Hohlraum im Gewinde aus und verhindern so ein Losrütteln. Sie bieten oft auch eine Abdichtungswirkung.

  • Niedrige Festigkeit (blau): Ermöglicht einfaches Lösen mit Standardwerkzeugen, ideal für Wartungsarbeiten und kleinere Schrauben.
  • Mittlere Festigkeit (blau/violett): Bietet eine gute Sicherung, die sich noch mit normalem Werkzeug lösen lässt. Universell einsetzbar.
  • Hohe Festigkeit (rot): Löst sich nur unter Krafteinwirkung oder mit Erwärmung. Geeignet für dauerhafte Verbindungen, die nicht oft demontiert werden müssen.
  • Extrahohe Festigkeit (rot/braun): Für extreme Belastungen und dauerhafte Fixierungen, erfordert oft spezielle Demontageverfahren.
  • Spezialformulierungen: Beispielsweise für Edelstahl, Kunststoffgewinde oder Hochtemperaturanwendungen.

Vergleichstabelle: Arten von Schraubensicherungen

SicherungsartFunktionsprinzipVorteileNachteileTypische AnwendungsbereicheWiederverwendbarkeitFestigkeitsgrad (Chemisch)
Federringe (z.B. Schnorr)Federnde KlemmwirkungEinfache Montage, gute Vibrationsdämpfung, kostengünstigKann bei sehr starken Vibrationen nachgeben, Formänderung bei hoher Belastung möglichMaschinenbau, Elektrotechnik, allgemeiner AnlagenbauBedingtN/A
Zahnscheiben (Serration)Verzahnung greift in OberflächenHohe Sicherungswirkung, dauerhaftBeschädigt Oberflächen, erschwert Demontage, nicht für empfindliche MaterialienMotorenbau, schwere Maschinen, dynamisch belastete AggregateNeinN/A
Sicherungsmuttern (mit Kunststoffring)Kunststoffring presst gegen GewindeZuverlässig, einfach zu montieren, integrierte LösungTemperaturlimitiert durch Kunststoff, höherer Montageaufwand als StandardmutternAutomobilindustrie, Maschinenbau, allgemeine BefestigungstechnikMeist einmalig (Kunststoffring verschleißt)N/A
Flüssige Schraubensicherungen (z.B. Loctite)Polymerisation im GewindespaltFüllt Hohlräume, dichtet ab, vibrationssicher, breite Auswahl an FestigkeitenBenötigt Montagezeit zum Aushärten, erfordert saubere Oberflächen, Demontage je nach Festigkeit schwierigAutomobil, Luftfahrt, Anlagenbau, Werkzeugbau, ElektronikNur bei niederfesten Varianten oder Demontage mit ErwärmungNiedrig, Mittel, Hoch, Extra-Hoch
Kronenmuttern mit SplintSplint sichert Mutter gegen VerdrehenSehr hohe Sicherheit, mechanisch, bewährtErfordert spezielle Muttern, Bohrungen, zusätzliches Bauteil (Splint), aufwendigere MontageLuft- und Raumfahrt, sicherheitskritische Anwendungen, FahrwerkeJa (Splint kann ersetzt werden)N/A
DrahtsicherungenVerdrillter Draht verhindert VerdrehenExtrem hohe Sicherheit, bewährt in kritischen BereichenAufwendige Montage, erfordert Bohrungen und Draht, nur für geschulte FachkräfteLuft- und Raumfahrt, Militärtechnik, Marine, HochleistungsrennsportJa (Draht wird neu verwendet)N/A

Branchenexpertise: Materialwissenschaft und Normung bei Schraubensicherungen

Die Auswahl des richtigen Materials für mechanische Schraubensicherungen ist entscheidend. Standardisierte Werkstoffe wie Edelstahl (z.B. AISI 304 / V2A oder AISI 316 / V4A) bieten exzellente Korrosionsbeständigkeit, was sie ideal für maritime oder chemisch beanspruchte Umgebungen macht. Für Anwendungen mit Temperaturschwankungen sind Hochleistungskunststoffe wie PEEK (Polyetheretherketon) eine ausgezeichnete Wahl, da sie eine hohe thermische und chemische Beständigkeit aufweisen und gleichzeitig elektrisch isolierend sind. Bei chemischen Schraubensicherungen spielen die spezifischen Formulierungen, oft basierend auf Acrylat- oder Methacrylat-Chemie, eine entscheidende Rolle. Die Aushärtungszeiten und mechanischen Eigenschaften werden durch Initiatoren und Härter gesteuert. Die Einhaltung von Normen wie DIN 985 (selbstsichernde Muttern), DIN 980 (selbstsichernde Schrauben) oder den Standards für Gewindedichtmittel (z.B. von der ASTM oder den IFI – Industrial Fasteners Institute) garantiert die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Produkte in professionellen Umgebungen.

Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte bei Schraubensicherungen

Auch im Bereich der Schraubensicherungen gewinnen ökologische Überlegungen an Bedeutung. Wiederverwendbare mechanische Sicherungen wie Federringe oder spezielle selbstsichernde Muttern reduzieren Abfall im Vergleich zu einmalig verwendbaren Lösungen. Bei chemischen Schraubensicherungen sind emissionsarme Formulierungen (Low VOC – Volatile Organic Compounds) ein wichtiger Trend. Darüber hinaus bieten Hersteller zunehmend Produkte an, die frei von bestimmten Schadstoffen sind oder auf biobasierten Rohstoffen basieren, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit, die durch hochwertige Schraubensicherungen gewährleistet wird, trägt indirekt zur Nachhaltigkeit bei, indem sie die Lebensdauer von Maschinen und Anlagen verlängert und kostspielige Reparaturen oder vorzeitigen Austausch vermeidet.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Schraubensicherungen

Was ist der Unterschied zwischen einer Schraubensicherung und einem Gewindedichtmittel?

Eine Schraubensicherung im mechanischen Sinne (z.B. Federring, Zahnscheibe) verhindert das Losdrehen durch physikalische Mechanismen. Ein Gewindedichtmittel (chemische Schraubensicherung) ist eine flüssige oder pastöse Substanz, die nach dem Auftragen auf das Gewinde aushärtet und so die Verbindung blockiert und abdichtet.

Sind alle Schraubensicherungen für jede Anwendung geeignet?

Nein. Die Eignung hängt stark von Faktoren wie Vibrationsbelastung, Temperaturbereich, chemischer Exposition, benötigter Lösbarkeit und Werkstoff des zu verbindenden Bauteils ab. Eine sorgfältige Auswahl ist unerlässlich.

Wie lange dauert es, bis eine chemische Schraubensicherung aushärtet?

Die Aushärtungszeit variiert je nach Produkt und Umgebungsbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit). Typischerweise reichen die Fixierungszeiten von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden. Die volle Festigkeit wird oft erst nach 24 Stunden erreicht.

Kann ich eine hochfeste chemische Schraubensicherung einfach wieder lösen?

Hochfeste (rote) Schraubensicherungen lassen sich nur schwer lösen und erfordern oft zusätzliches Werkzeug oder das Erwärmen der Verbindung. Für Anwendungen, die regelmäßige Demontage erfordern, sind niederfeste (blaue) oder mittelfeste (violette) Varianten besser geeignet.

Welche Arten von Schraubensicherungen sind am besten für hohe Temperaturen geeignet?

Für hohe Temperaturen eignen sich insbesondere mechanische Sicherungen aus Edelstahl oder Hochleistungskunststoffen wie PEEK. Bei chemischen Schraubensicherungen gibt es spezielle Hochtemperaturformulierungen, die Temperaturen von über 200°C standhalten.

Muss ich bei der Anwendung von chemischen Schraubensicherungen etwas Besonderes beachten?

Ja. Die Gewindeflanken müssen sauber, trocken und frei von Öl oder Fett sein, um eine optimale Haftung und Aushärtung zu gewährleisten. Bei zu geringer Gewindegröße oder sehr glatten Oberflächen kann die Haftung beeinträchtigt werden.

Wo liegen die Vorteile von mechanischen Schraubensicherungen gegenüber chemischen?

Mechanische Sicherungen sind oft sofort wirksam, erfordern keine Aushärtezeit und können bei vielen Typen mehrfach verwendet werden. Sie sind auch unabhängig von Temperaturschwankungen oder der Oberfläche des Gewindes.