Mess- und Überwachungsrelais

Mess- und Überwachungsrelais: Präzision für Ihre Anlagen

In der Welt der Elektrotechnik und Automatisierung sind zuverlässige Mess- und Überwachungsrelais unverzichtbar. Sie bilden das Rückgrat vieler industrieller Prozesse, indem sie kritische Parameter wie Spannung, Strom, Temperatur oder Frequenz kontinuierlich erfassen und Abweichungen umgehend signalisieren. Unsere sorgfältig kuratierte Auswahl an Mess- und Überwachungsrelais bietet Ihnen branchenführende Lösungen für unterschiedlichste Anwendungsbereiche – von der Absicherung empfindlicher Schaltungen in der Gebäudeautomation bis hin zur robusten Überwachung von Maschinen in der industriellen Fertigung. Entdecken Sie die Vielfalt und finden Sie das optimale Gerät für Ihre spezifischen Anforderungen.

Warum Mess- und Überwachungsrelais von Lan.de?

Bei Lan.de verstehen wir die Bedeutung von Präzision und Zuverlässigkeit in anspruchsvollen technischen Umgebungen. Deshalb führen wir ausschließlich Produkte namhafter Hersteller wie Siemens, WAGO, Schneider Electric und Phoenix Contact, die für ihre Qualität und Langlebigkeit bekannt sind. Unsere Mess- und Überwachungsrelais erfüllen höchste industrielle Standards und sind darauf ausgelegt, unter härtesten Bedingungen Fehler zu erkennen und Anlagen vor Schäden zu schützen. Wir bieten Ihnen nicht nur eine breite Palette an Funktionalitäten, sondern auch die Gewissheit, dass Sie in erstklassige Technologie investieren, die den reibungslosen Betrieb Ihrer Systeme gewährleistet.

Worauf Sie beim Kauf von Mess- und Überwachungsrelais achten sollten

Die Auswahl des richtigen Mess- und Überwachungsrelais ist entscheidend für die Sicherheit und Effizienz Ihrer Anlage. Berücksichtigen Sie folgende Kernkriterien:

  • Erfassungsbereich und Messgröße: Identifizieren Sie genau, welche Parameter (z.B. Überspannung, Unterspannung, Phasenausfall, Temperatur) das Relais überwachen soll und in welchem Messbereich es agieren muss. Ein zu kleiner oder zu großer Messbereich kann zu Fehlfunktionen führen.
  • Schaltleistung und Kontakte: Die Schaltleistung gibt an, welche Last das Relais schalten kann. Achten Sie auf die Anzahl und Art der Kontakte (Schließer/Öffner, Wechsler) je nach Ihren Schaltanforderungen.
  • Schutzfunktionen: Prüfen Sie, ob das Relais die für Ihre Anwendung notwendigen Schutzfunktionen bietet, wie z.B. Phasenüberwachung, Übertemperaturabschaltung oder Netzüberwachung gemäß relevanter Normen wie DIN VDE 0100-410 oder IEC 60364-4-43.
  • Umgebungsbedingungen: Berücksichtigen Sie die Umgebungsfaktoren wie Betriebstemperatur, Luftfeuchtigkeit und Vibrationsbelastung. Die Schutzart (IP-Schutzklasse) ist hierbei ein wichtiges Merkmal für den Einsatz in staubigen oder feuchten Umgebungen.
  • Anschlusstechnik: Die Wahl zwischen Schraubklemmen, Federkraftklemmen (z.B. WAGO-Klemmen) oder Push-in-Anschlusstechnik beeinflusst die Installationsgeschwindigkeit und Zuverlässigkeit der Verbindung.
  • Normen und Zertifizierungen: Achten Sie auf relevante Normenkonformität (z.B. CE-Kennzeichnung, UL-Zulassung) und spezifische Branchennormen, die für Ihren Einsatzbereich gelten. Dies gewährleistet die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften.
  • Zusatzfunktionen: Einige Relais bieten zusätzliche Komfort- und Diagnosefunktionen wie ein integriertes Display, Einstellmöglichkeiten per Software oder Kommunikationsschnittstellen (z.B. Modbus, Profibus) für die Einbindung in übergeordnete Leitsysteme.
  • Energieeffizienz: Im Hinblick auf ökologische Nachhaltigkeit und Betriebskosten sind Relais mit geringem Eigenverbrauch oft eine sinnvolle Wahl.

Vielfalt der Mess- und Überwachungsrelais im Überblick

Unsere Kategorie Mess- und Überwachungsrelais deckt eine breite Palette an spezialisierten Geräten ab, die auf spezifische Überwachungsaufgaben zugeschnitten sind. Die Auswahl umfasst:

Spannungsüberwachungsrelais

Diese Relais sind darauf spezialisiert, Abweichungen von der Soll-Spannung zu erkennen, sei es durch Über- oder Unterspannung. Sie sind essentiell für den Schutz von Geräten, die empfindlich auf Spannungsschwankungen reagieren, wie z.B. Motoren, Transformatoren oder empfindliche Elektronik. Verschiedene Ausführungen erlauben die Überwachung von Gleich- und Wechselspannungen sowie verschiedener Spannungsbereiche.

Stromüberwachungsrelais

Stromüberwachungsrelais messen den elektrischen Strom in einem Stromkreis und schalten, wenn vordefinierte Grenzwerte über- oder unterschritten werden. Dies ist entscheidend zur Erkennung von Überlastungen, Kurzschlüssen oder auch ungewöhnlich niedrigen Strömen, die auf einen Fehler im Verbraucher hindeuten könnten. Sie finden Anwendung in der Motorschutztechnik, der Anlagenüberwachung und der Energiedatenerfassung.

Phasenüberwachungsrelais

Für Drehstromsysteme sind Phasenüberwachungsrelais unerlässlich. Sie überwachen die korrekte Reihenfolge der Phasen (Drehfeld), das Vorhandensein aller drei Phasen und erkennen Phasenausfälle oder Überspannungen zwischen den Phasen. Ein falsches Drehfeld kann die Laufrichtung von Motoren umkehren und zu schweren Schäden führen. Phasenausfälle können eine einphasige Überlastung und Zerstörung von Motoren zur Folge haben.

Temperaturüberwachungsrelais

Diese Relais dienen der Überwachung von Temperaturen, typischerweise in Verbindung mit Temperatursensoren wie PT100 oder Thermoelementen. Sie werden eingesetzt, um Überhitzung in Maschinen, Schaltschränken oder flüssigkeitsgeführten Systemen zu verhindern. Das Relais gibt bei Erreichen einer definierten Grenztemperatur ein Signal aus oder schaltet die Anlage ab.

Frequenzüberwachungsrelais

Bei Anwendungen, bei denen die Frequenz der Versorgungsspannung konstant sein muss, kommen Frequenzüberwachungsrelais zum Einsatz. Sie überwachen Schwankungen der Netzfrequenz, die beispielsweise durch Generatorausfälle oder starke Laständerungen verursacht werden können. Dies ist besonders wichtig in der Notstromversorgung oder bei synchronisierten Aggregaten.

Motorschutzrelais

Eine umfassende Kategorie, die oft eine Kombination verschiedener Überwachungsfunktionen (Strom, Spannung, Temperatur) für den Schutz von Elektromotoren bietet. Moderne Motorschutzrelais integrieren oft auch Diagnosefunktionen und ermöglichen eine präzise Einstellung der Schutzparameter direkt am Gerät oder per Software.

Vergleichstabelle: Auswahlkriterien für Mess- und Überwachungsrelais

KriteriumBeschreibungRelevanzBeispiele/Hersteller
Messgröße(n)Elektrische Größe(n), die erfasst werden (z.B. U, I, P, f, T).Grundlegend für die Funktion. Muss exakt auf die Anforderung abgestimmt sein.Überspannung, Unterspannung, Überstrom, Phasenausfall, Temperatur.
MessbereichDer Bereich der Messgröße, den das Relais erfassen kann.Definiert die Genauigkeit und Anwendbarkeit in spezifischen Systemen.0-10V, 4-20mA, 300-500 Hz.
SchaltfunktionenArt und Anzahl der Ausgangskontakte (Schließer, Öffner, Wechsler) und ihre Schaltleistung.Bestimmt, welche Lasten das Relais steuern kann und welche Signalisierungsoptionen bestehen.SPDT (Wechsler), DPDT (Doppelwechsler), max. 250V AC / 6A.
VersorgungsspannungDie Spannung, mit der das Relais selbst betrieben wird.Muss zur vorhandenen Stromversorgung im Schaltschrank passen.24V DC, 230V AC, 400V AC.
Schutzart (IP)Schutzgrad gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser.Wichtig für den Einsatz in verschiedenen Umgebungsbedingungen.IP20 (Schaltschrank), IP65 (feuchte/staubige Umgebungen).
AnschlussartTechnologie für den elektrischen Anschluss der Drähte.Beeinflusst Montagefreundlichkeit, Verdrahtungsgeschwindigkeit und Zuverlässigkeit.Schraubklemmen, Federkraftklemmen (z.B. WAGO), Push-In.
Normen & ZulassungenEinhaltung von internationalen und nationalen Sicherheits- und Qualitätsstandards.Garantie für Sicherheit, Zuverlässigkeit und Konformität.CE, UL, IEC, DIN VDE. Marken wie Siemens, Schneider Electric.
Diagnose & KommunikationZusätzliche Features wie Displays, LED-Anzeigen oder Schnittstellen für Leitsysteme.Ermöglicht erweiterte Überwachung, Fehleranalyse und Fernzugriff.Modbus RTU, Ethernet/IP, integrierte Displays.

Technologische Trends und Branchenwissen

Die Welt der Mess- und Überwachungsrelais entwickelt sich stetig weiter. Ein wichtiger Trend ist die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung. Viele moderne Relais unterstützen Kommunikationsprotokolle wie Modbus, Profinet oder Ethernet/IP, was eine nahtlose Integration in SCADA-Systeme und industrielle IoT-Plattformen ermöglicht. Dies erleichtert die Datenerfassung für Predictive Maintenance und die Prozessoptimierung erheblich. Darüber hinaus spielen energiesparende Designs eine immer größere Rolle, um den ökologischen Fußabdruck industrieller Anlagen zu reduzieren. Auch die Kompaktheit und Modularität von Geräten, wie sie beispielsweise durch die modularen Systeme von WAGO oder Siemens S7-Reihe realisiert wird, gewinnt an Bedeutung, um Platz im Schaltschrank zu sparen und gleichzeitig hohe Funktionalität zu bieten.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Mess- und Überwachungsrelais

Was ist der Unterschied zwischen einem Überwachungsrelais und einem Schutzrelais?

Obwohl die Begriffe oft synonym verwendet werden, ist ein Überwachungsrelais primär darauf ausgelegt, einen bestimmten Parameter (z.B. Spannung) zu erfassen und bei Abweichung ein Signal auszugeben oder eine einfache Schaltfunktion auszulösen. Ein Schutzrelais hingegen bietet oft komplexere Schutzfunktionen, die auf spezifische Fehlerarten (z.B. Überlast, Kurzschluss, Erdschluss) abzielen und schnellere und präzisere Abschaltungen bewirken, um Schäden zu verhindern.

Welche Rolle spielen Normen wie die DIN VDE 0100-410 bei der Auswahl von Überwachungsrelais?

Die DIN VDE 0100-410 (Errichten von Niederspannungsanlagen – Schutz gegen elektrischen Schlag) legt grundlegende Anforderungen an den Schutz von Personen und Sachen fest. Bei der Auswahl von Überwachungsrelais, insbesondere solchen, die zum Schutz vor gefährlichen Spannungen oder Fehlströmen dienen, ist die Einhaltung dieser und ähnlicher Normen entscheidend. Sie stellen sicher, dass die Relais die erforderlichen Sicherheitsfunktionen zuverlässig erfüllen.

Können Mess- und Überwachungsrelais auch zur Energieeinsparung beitragen?

Ja, durchaus. Durch die präzise Überwachung von Leistungsdaten können Energieverbraucher nur dann mit Strom versorgt werden, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Intelligente Überwachungsrelais können beispielsweise Standby-Verbräuche erkennen und diese durch Abschalten unterbinden. Des Weiteren hilft die Früherkennung von Betriebsstörungen, die zu erhöhten Energieverbräuchen führen (z.B. übermäßige Reibung in Motoren), den Energiefluss zu optimieren.

Welche Art von Sensoren werden typischerweise mit Temperaturüberwachungsrelais verwendet?

Am häufigsten werden PT100-Sensoren (Platin-Temperaturfühler) eingesetzt, da sie eine hohe Genauigkeit und Stabilität über einen weiten Temperaturbereich bieten. Auch Thermoelemente verschiedener Typen (z.B. Typ K, J, T) kommen zum Einsatz, insbesondere bei sehr hohen Temperaturen oder wenn eine kostengünstigere Lösung gefragt ist. Die Auswahl des Sensors hängt vom erforderlichen Messbereich, der Genauigkeit und den Umgebungsbedingungen ab.

Wie wichtig ist die Schaltfrequenz eines Überwachungsrelais?

Die Schaltfrequenz gibt an, wie oft ein Relais pro Zeiteinheit sicher schalten kann. Für die meisten Überwachungsaufgaben, bei denen es um das Erkennen von Grenzwertüberschreitungen und die Auslösung einer einmaligen Reaktion geht, ist eine hohe Schaltfrequenz nicht primär entscheidend. Sie wird eher relevant bei Anwendungen, wo das Relais sehr häufig geschaltet werden muss, z.B. in steuerungstechnischen Anwendungen oder bei bestimmten Diagnosezyklen.

Kann ein einzelnes Relais mehrere Parameter gleichzeitig überwachen?

Ja, es gibt spezialisierte Mehrfachüberwachungsrelais, die dazu in der Lage sind. Diese können beispielsweise gleichzeitig Spannung, Strom und Phase überwachen. Sie sind ideal, um die Komplexität von Schaltschrankverdrahtungen zu reduzieren und bieten oft eine kostengünstigere Lösung im Vergleich zur Einzelinstallation mehrerer spezialisierter Relais. Die Funktionalität und die wählbaren Parameter variieren stark je nach Modell und Hersteller.

Was bedeutet die Angabe „Einschaltverzögerung“ bei einem Überwachungsrelais?

Die Einschaltverzögerung (auch Ansprechverzögerung genannt) ist eine Zeit, die vergeht, nachdem eine Bedingung für das Schalten des Relais erfüllt ist, bevor das Relais tatsächlich schaltet. Dies ist nützlich, um kurzzeitige Störungen beim Einschalten von Geräten zu ignorieren oder um sequenzielle Schaltvorgänge zu steuern. Bei Überwachungsrelais wird sie oft verwendet, um ein kurzzeitiges Ansprechen bei Netzschwankungen während des Hochfahrens zu verhindern.