Gewindebohrer, Schraubenausdreher

Präzision und Problemlösung: Ihre Expertenauswahl an Gewindebohrern und Schraubenausdrehern

In der Welt der Metallbearbeitung und Reparatur sind präzise Werkzeuge unerlässlich. Unsere Kategorie „Gewindebohrer und Schraubenausdreher“ bietet Ihnen eine umfassende Auswahl an hochwertigen Lösungen für unterschiedlichste Anforderungen. Ob Sie ein intaktes Gewinde neu schneiden, ein beschädigtes Gewinde reparieren oder einen abgebrochenen Schraubenkopf sicher entfernen möchten, hier finden Sie das passende Werkzeug. Diese Auswahl richtet sich an professionelle Handwerker, ambitionierte Heimwerker und spezialisierte Werkstätten, die Wert auf Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und höchste Schnittqualität legen.

Auswahlkriterien: Worauf Sie beim Kauf von Gewindebohrern und Schraubenausdrehern achten sollten

Die Wahl des richtigen Werkzeugs ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Arbeit. Beim Kauf von Gewindebohrern und Schraubenausdrehern sollten Sie mehrere Faktoren berücksichtigen, um optimale Ergebnisse zu erzielen und Schäden zu vermeiden:

  • Material und Härtegrad: Hochwertige Gewindebohrer bestehen meist aus Schnellarbeitsstahl (HSS) oder HSS-Co (mit Kobaltlegierung für höhere Härte und Verschleißfestigkeit), insbesondere für das Bearbeiten von rostfreien Stählen oder schwer zerspanbaren Legierungen. Die Oberflächenbehandlung (z.B. Nitridierung oder Beschichtung) kann die Lebensdauer und Schnittfähigkeit weiter erhöhen.
  • Gewindeart und -größe: Achten Sie auf die exakte metrische Abmessung (z.B. M3, M8, M12) oder zöllige Standards (UNC, UNF), die Sie benötigen. Die Gewindesteigung (fein oder grob) ist ebenfalls entscheidend. Prüfen Sie, ob Sie einen Rechts- oder Linksgewindebohrer benötigen.
  • Bohrertyp und Anwendung: Für das Einschneiden von Neu-Gewinden sind Maschinengewindebohrer (oft mit Schaft für Bohrmaschinen oder Drehmaschinen) oder Handgewindebohrer-Sätze (in der Regel 3-teilig: Vor-, Mittel- und Fertigschneider) geeignet. Für die Reparatur von Gewinden oder das Ausdrehen von Schrauben sind spezielle Schraubenausdreher (oft als Linksausdreher oder Spiral-Ausdreher konzipiert) die richtige Wahl.
  • Präzision und Toleranzen: Für anspruchsvolle Anwendungen sind Gewindebohrer mit engen Toleranzen (z.B. nach DIN-Normen wie DIN 371, DIN 376 für Maschinengewindebohrer oder DIN 2181 für Handgewindebohrer) unerlässlich, um eine hohe Passgenauigkeit der geschnittenen Gewinde zu gewährleisten.
  • Schneidgeometrie: Die Geometrie des Schneidkopfes ist auf die jeweilige Anwendung abgestimmt. Beispielsweise haben Durchgangsgewindebohrer eine andere Geometrie als Sacklochgewindebohrer, um Späne effizient abzuführen.
  • Zustand des Werkstücks: Bei beschädigten Schrauben muss die Größe des Ausdrehers auf den Kerndurchmesser der gebrochenen Schraube abgestimmt sein, um ein Aufweiten des Gewindes zu vermeiden.
  • Markenqualität: Renommierte Hersteller wie HOFFMANN GROUP, DÖNGES, VÖLKEL oder auch spezialisierte Marken wie IRWIN oder WITTE garantieren oft höhere Materialgüten, präzisere Fertigung und somit eine längere Werkzeuglebensdauer.

Vielfalt für jeden Bedarf: Gewindebohrer im Detail

Unsere Auswahl an Gewindebohrern deckt ein breites Spektrum an Einsatzzwecken ab:

  • Handgewindebohrer-Sätze: Klassisch für den manuellen Einsatz, ideal für kleinere Serien oder Reparaturen. Diese Sätze bestehen meist aus einem Vorschneider, einem Nachschneider und einem Fertigschneider, die schrittweise ein Gewinde erzeugen.
  • Maschinengewindebohrer: Konzipiert für den Einsatz in Bohrmaschinen, Drehmaschinen oder Bearbeitungszentren. Sie zeichnen sich durch einen stabilen Schaft und oft eine höhere Schnittgeschwindigkeit aus. Hier unterscheiden wir unter anderem nach der Ausführung für Durchgangs- oder Sacklöcher.
  • Ganzstahlgewindebohrer: Diese sind aus einem Stück gefertigt und bieten höchste Stabilität und Präzision, besonders für anspruchsvolle Materialien.
  • Hartmetall-Gewindebohrer: Für extrem harte Materialien oder hohe Stückzahlen, bieten sie eine außergewöhnliche Verschleißfestigkeit, sind jedoch spröder und teurer.
  • Spezialgewindebohrer: Dazu zählen beispielsweise Gewindebohrer für Trapezgewinde, Whitworth-Gewinde oder für spezielle Anwendungen wie in der Luft- und Raumfahrt.

Problemlöser: Schraubenausdreher für extreme Fälle

Abgebrochene Schrauben oder Bolzen können eine echte Herausforderung darstellen. Unsere Schraubenausdreher sind speziell dafür entwickelt, solche Probleme effektiv zu lösen:

  • Links- oder Linksausdreher: Diese haben ein Linksgewinde. Beim Eindrehen in das Bohrloch der abgebrochenen Schraube dreht sich der Ausdreher entgegen der normale Schraubenrichtung und löst so die festsitzende Schraube.
  • Spiral-Ausdreher: Ähnlich wie Links- oder Linksausdreher, jedoch oft mit einer spiralförmigen Geometrie, die einen guten Halt im Bohrloch bietet.
  • Kegel-Schraubenausdreher: Diese kegelförmigen Ausdreher graben sich in das Material der gebrochenen Schraube und ermöglichen so das Herausdrehen.
  • Satz für beschädigte Gewinde: Umfasst oft auch Werkzeuge zum Aufbohren und Nachschneiden von Gewinden, falls der Ausdreher das ursprüngliche Gewinde beschädigt hat.

Qualitätsmerkmale und Materialkunde: Der Kern der Leistungsfähigkeit

Die Langlebigkeit und Effizienz von Gewindebohrern und Schraubenausdrehern hängen maßgeblich von den verwendeten Materialien und der Fertigungspräzision ab. Wir setzen auf Produkte aus hochlegiertem Schnellarbeitsstahl (HSS) und Kobaltlegierungen (HSS-Co), die sich durch ihre hohe Härte und Verschleißfestigkeit auszeichnen. HSS-Stähle wie z.B. der Typ 1.3343 (entspricht AISI M2) oder 1.3243 (entspricht AISI M35 mit 5% Kobalt) bieten ein ausgezeichnetes Verhältnis von Zähigkeit und Härte für die meisten Zerspanungsaufgaben. Für extrem anspruchsvolle Anwendungen, insbesondere bei der Bearbeitung von rostfreien Stählen (INOX) oder Titanlegierungen, sind Werkzeuge aus HSS-Co 5 oder HSS-Co 8 (mit 8% Kobaltanteil) die erste Wahl, da sie eine höhere Warmhärtebeständigkeit aufweisen.

Die Oberflächenbehandlung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Vakuumgehärtete Werkzeuge bieten eine höhere Härte und Verschleißfestigkeit. Spezielle Beschichtungen wie TiN (Titannitrid), TiCN (Titancarbonitrid) oder TiAlN (Titanaluminiumnitrid) reduzieren die Reibung, verbessern die Wärmeableitung und erhöhen die Standzeit erheblich, insbesondere bei höheren Schnittgeschwindigkeiten oder der Bearbeitung von schwer zerspanbaren Werkstoffen.

Technische Spezifikationen im Vergleich

KriteriumBeschreibungRelevanz für GewindebohrerRelevanz für SchraubenausdreherAuswirkungen auf die Anwendung
MaterialSchnellarbeitsstahl (HSS), HSS-Cobaltlegierungen (HSS-Co)Hohe Härte, Verschleißfestigkeit, WarmhärtebeständigkeitHohe Härte, Verschleißfestigkeit, um dem Schraubenkopf standzuhaltenBeeinflusst Standzeit, Schnittgeschwindigkeit und Bearbeitungsmaterialien
OberflächenbehandlungUnbeschichtet, TiN, TiCN, TiAlN, NitridierungReduziert Reibung, verbessert Wärmeableitung, erhöht StandzeitWeniger kritisch, kann aber das Lösen erleichternErmöglicht höhere Schnittgeschwindigkeiten und Bearbeitung harter Werkstoffe
GeometrieSchnittwinkel, Spanwinkel, Freiwinkel, SteigungOptimiert Spantransport, Schnittkraft, Oberflächengüte des GewindesForm des Ausdrehers (Kegel, Spirale) bestimmt Halt und LösungsmechanismusBestimmt die Effektivität beim Gewindeschneiden oder Schraubenlösen
ToleranzklasseISO 2 (mittel), ISO 1 (eng), ISO 3 (weit)Bestimmt die Maßhaltigkeit des geschnittenen Gewindes, entscheidend für PassungenWenig relevant, da das Ziel das Entfernen istSicherstellung der korrekten Gewindegröße und Passung
SchaftausführungZylinderschaft, Vierkant, morsekonischSorgt für sicheren Werkzeugsitz in der Spindel/HalterungBei größeren Ausdrehern zur besseren KraftübertragungVerhindert Durchrutschen und ermöglicht präzise Führung
AnwendungsspezifikationFür Durchgangsloch, für Sackloch, für stumpfe GewindeendenSpezielle Spanabfuhr, minimiert Risiko von WerkzeugbruchAusführung angepasst an die Form des abgebrochenen Bolzens/SchraubenkopfesMaximale Effizienz und Schadensvermeidung bei spezifischen Szenarien

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Gewindebohrer, Schraubenausdreher

Was ist der Unterschied zwischen einem Handgewindebohrer und einem Maschinengewindebohrer?

Ein Handgewindebohrer ist für die Bearbeitung mit einer Windeisen oder einem Bohrständer ausgelegt und wird in der Regel manuell geführt. Maschinengewindebohrer sind für den Einsatz in Bohrmaschinen, Drehmaschinen oder CNC-Bearbeitungszentren konzipiert und verfügen über einen Schaft, der für die Aufnahme in Werkzeugaufnahmen optimiert ist. Maschinengewindebohrer ermöglichen oft höhere Schnittgeschwindigkeiten und sind präziser in der Führung.

Welches Material eignet sich am besten für Gewindebohrer, wenn ich Edelstahl bearbeiten möchte?

Für das Bearbeiten von Edelstahl sind Gewindebohrer aus HSS-Co (Schnellarbeitsstahl mit Kobaltlegierung) die beste Wahl. Der Kobaltanteil (z.B. HSS-Co 5 oder HSS-Co 8) verleiht dem Werkzeug eine höhere Warmhärtebeständigkeit und Verschleißfestigkeit, die notwendig ist, um die Härte und Zähigkeit von Edelstahl zu durchdringen, ohne dass der Bohrer stumpf wird oder bricht.

Wie wähle ich die richtige Größe eines Schraubenausdrehers für eine abgebrochene Schraube?

Die Größe des Schraubenausdrehers muss auf den Kerndurchmesser der abgebrochenen Schraube abgestimmt sein. Zuerst wird ein Loch mit einem passenden Bohrer in die Mitte der abgebrochenen Schraube gebohrt. Der Durchmesser dieses Bohrloches und die Größe des Ausdrehers müssen sorgfältig gewählt werden, damit der Ausdreher fest sitzt, aber das umgebende Gewinde nicht beschädigt oder aufweitet. Oft gibt es für jeden Schraubenausdreher einen empfohlenen Bohrdurchmesser.

Kann ich einen Schraubenausdreher auch zum Herausdrehen einer Linksgewinde-Schraube verwenden?

Ja, Sie können einen Linksausdreher (der ein Linksgewinde hat) verwenden, um auch eine Linksgewinde-Schraube zu entfernen. In diesem Fall dreht sich der Linksausdreher beim Eindrehen gegen die normale Drehrichtung der Schraube und löst sie dadurch. Die Wahl des richtigen Ausdrehers hängt primär davon ab, wie die Schraube abgebrochen ist und wie fest sie sitzt.

Welche Normen sind für Gewindebohrer wichtig?

Wichtige Normen für Gewindebohrer sind die DIN-Normen. Beispiele hierfür sind DIN 371 und DIN 376 für Maschinengewindebohrer, DIN 2181 für Handgewindebohrer, DIN 1844 für Gewindebohrer mit Führungszapfen und DIN 2271 für Gewindebohrer zur Herstellung von metrischen Regelgewinden nach ISO. Diese Normen definieren Maße, Toleranzen und Ausführungen.

Was sind die Vorteile der Verwendung eines 3-teiligen Handgewindebohrer-Satzes?

Ein 3-teiliger Satz besteht aus einem Vorschneider, einem Nachschneider und einem Fertigschneider. Diese schrittweise Bearbeitung reduziert die Schnittkraft pro Schneide, erleichtert das Schneiden in härteren Materialien und minimiert das Risiko von Werkzeugbruch. Jeder Bohrer hat eine spezifische Geometrie, um die Späne effektiv abzuführen und die Gewindegenauigkeit zu verbessern.

Gibt es ökologische Aspekte bei der Wahl von Gewindebohrern und Schraubenausdrehern?

Die Langlebigkeit und Verschleißfestigkeit von hochwertigen Werkzeugen aus HSS oder HSS-Co tragen zur Nachhaltigkeit bei, da sie seltener ersetzt werden müssen. Zudem bieten Hersteller zunehmend Werkzeuge aus recycelten Materialien an. Die korrekte Entsorgung von Metallwerkzeugen am Ende ihrer Lebensdauer ist ebenfalls ein wichtiger ökologischer Faktor.