Drehimpulsgeber

Hochwertige Drehimpulsgeber: Präzision und Leistung für Ihre anspruchsvollsten Anwendungen

In der Welt der Feinmechanik, Robotik und Automatisierung sind Präzision, Wiederholgenauigkeit und zuverlässige Leistung unerlässlich. Unsere sorgfältig kuratierte Auswahl an Drehimpulsgebern bietet Ihnen eine beeindruckende Vielfalt an Lösungen, die exakt auf die Bedürfnisse von Industrie, Forschung und Entwicklung zugeschnitten sind. Ob Sie anspruchsvolle Positionieraufgaben lösen, exakte Winkelmessungen durchführen oder komplexe Steuerungsalgorithmen implementieren möchten, unsere Produkte ermöglichen Ihnen die Realisierung Ihrer Projekte mit höchster Effizienz und Sicherheit. Entdecken Sie die Welt der Drehimpulsgeber und finden Sie das ideale Werkzeug für Ihre spezifischen Anforderungen, von kleinsten Laboraufbauten bis hin zu industriellen Fertigungslinien.

Auswahlkriterien für Ihren perfekten Drehimpulsgeber: Worauf Sie achten sollten

Die Wahl des richtigen Drehimpulsgebers ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Anwendung. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung folgende Schlüsselfaktoren, um eine optimale Performance und Langlebigkeit zu gewährleisten:

  • Auflösung und Genauigkeit: Der wichtigste Parameter ist die erreichbare Auflösung, oft gemessen in Impulsen pro Umdrehung (PPR). Eine höhere PPR bedeutet eine feinere Abtastung der Bewegung und somit eine präzisere Winkelbestimmung. Achten Sie auf die angegebene Genauigkeit, die die Abweichung vom idealen Wert beschreibt. Für hochpräzise Anwendungen sind Inkrementalgeber mit höherer Auflösung oder absolute Drehgeber empfehlenswert.
  • Schnittstellentyp: Drehimpulsgeber sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, abhängig von der Art der Datenausgabe. Gängige Schnittstellen sind TTL (Transistor-Transistor-Logik), HTL (High-Technology-Logic) für robustere Umgebungen, und serielle Protokolle wie SSI (Synchronous Serial Interface) oder BiSS (Bidirectional Serial Synchronous) für absolute Messungen und erweiterte Diagnosemöglichkeiten. Die Wahl der Schnittstelle muss mit der Steuerungselektronik kompatibel sein.
  • Drehzahlbereich und Trägheit: Die maximale zulässige Drehzahl des Gebers muss den Anforderungen Ihrer Anwendung entsprechen. Berücksichtigen Sie auch die mechanische Trägheit des Gebers. In dynamischen Systemen, in denen schnelle Beschleunigungen und Abbremsungen auftreten, kann eine geringe Trägheit von Vorteil sein, um das dynamische Verhalten des Gesamtsystems zu optimieren.
  • Umgebungsbedingungen: Achten Sie auf die Schutzart (IP-Schutzklasse), die angibt, wie gut der Geber gegen Staub und Wasser geschützt ist. Temperaturen, Vibrationen und die Präsenz aggressiver Medien können ebenfalls die Wahl des Materials und des Gehäuses beeinflussen. Für explosionsgefährdete Bereiche sind spezielle ATEX-zertifizierte Modelle erforderlich.
  • Mechanische Anbindung: Die Art der Wellenkupplung (Vollwelle, Hohlwelle) und die Befestigungsart (Flansch, Klemmring) müssen zu Ihrer Montagesituation passen. Präzisionskupplungen minimieren Toleranzen und gewährleisten eine optimale Signalqualität.
  • Funktionen und Protokolle: Manche Drehimpulsgeber bieten zusätzliche Funktionen wie Referenzimpulse (Index), einstellbare Auflösungen oder integrierte Diagnosefunktionen. Absolute Drehgeber liefern die genaue Position auch nach einem Stromausfall, was in vielen Automatisierungsprozessen kritisch ist.
  • Hersteller und Qualität: Renommierte Hersteller wie Sick, Heidenhain, Baumer oder Pepperl+Fuchs stehen für höchste Qualität und Zuverlässigkeit. Achten Sie auf Zertifizierungen und Prüfsiegel, die die Konformität mit relevanten Normen wie z.B. IEC 61508 (funktionale Sicherheit) belegen.

Vielfalt der Drehimpulsgeber: Inkrementalgeber vs. Absolutwertgeber

Die grundlegende Unterscheidung bei Drehimpulsgebern liegt in ihrer Funktionsweise und der Art der Positionsinformation, die sie liefern. Beide Typen haben spezifische Vorteile und sind für unterschiedliche Einsatzgebiete optimiert.

Inkrementalgeber

Inkrementalgeber liefern bei jeder Bewegung eine Sequenz von Impulsen, die die zurückgelegte Distanz oder den zurückgelegten Winkel abbilden. Sie benötigen eine Referenzfahrt (Homing), um ihre absolute Position nach einem Neustart zu ermitteln. Sie zeichnen sich durch hohe Auflösungen und einfache Schnittstellen aus.

  • Vorteile: Hohe Auflösung, kostengünstig, einfache Signalverarbeitung, hohe Drehzahlen möglich.
  • Anwendungsbereiche: Geschwindigkeitsmessung, einfache Längenmessung, Positionierung in Systemen mit Homing-Funktion, Bandantriebe, Fördertechnik.
  • Typische Protokolle: TTL, HTL, Open Collector.

Absolutwertgeber

Absolutwertgeber liefern nach jedem Einschalten oder Neustart sofort die exakte Position, ohne dass eine Referenzfahrt erforderlich ist. Dies geschieht durch die Nutzung eines eindeutigen Codes pro Winkelposition. Sie sind ideal für Anwendungen, bei denen ein Positionsverlust nach Stromausfall nicht tolerierbar ist oder bei denen schnelle und präzise Positionierungen ohne Homing gefordert sind.

  • Vorteile: Positionsinformation direkt nach dem Einschalten, kein Homing erforderlich, hohe Sicherheit gegen Positionsverlust, oft integrierte Diagnosefunktionen.
  • Anwendungsbereiche: Robotik, Werkzeugmaschinen, Aufzüge, Windenergieanlagen, Anwendungen mit hohen Sicherheitsanforderungen.
  • Typische Protokolle: SSI, BiSS, PROFINET, EtherNet/IP, PROFIBUS.

Sonderformen und technologische Innovationen bei Drehimpulsgebern

Über die klassischen Inkremental- und Absolutwertgeber hinaus existieren spezialisierte Formen und technologische Weiterentwicklungen, die auf spezifische Herausforderungen in der Industrie zugeschnitten sind.

Multiturn-Absolutwertgeber

Diese Geber erfassen nicht nur die Position innerhalb einer einzelnen Umdrehung, sondern auch die Anzahl der erfolgten Umdrehungen. Dies ist essentiell für Anwendungen mit großen Verfahrwegen oder bei denen die Gesamtdistanz von Bedeutung ist. Sie basieren oft auf mechanischen Getrieben oder modernen optischen oder magnetischen Multi-Turn-Technologien.

Sicherheitsdrehimpulsgeber (Safety Encoders)

Für sicherheitsgerichtete Anwendungen (z.B. nach ISO 13849 oder IEC 61508) sind spezielle Sicherheitsdrehimpulsgeber unerlässlich. Diese sind redundant aufgebaut und liefern sicherheitszertifizierte Positions- und Geschwindigkeitsdaten. Sie sind integraler Bestandteil von Sicherheitskonzepten in der Maschinenautomatisierung.

Optische vs. Magnetische Drehimpulsgeber

Die Art der Abtastung beeinflusst die Robustheit und Auflösung. Optische Geber mit Codescheiben bieten oft sehr hohe Auflösungen, können aber empfindlicher auf Verschmutzung reagieren. Magnetische Geber sind robuster gegenüber Umwelteinflüssen wie Staub, Öl und Vibrationen und bieten ebenfalls hohe Genauigkeiten, insbesondere bei modernen magnetischen Absolutwertgebern.

Ethernet-basierte Schnittstellen

Industrielle Ethernet-Protokolle wie PROFINET, EtherNet/IP und EtherCAT ermöglichen die Integration von Drehimpulsgebern in moderne Feldbusnetzwerke. Dies vereinfacht die Verkabelung, erhöht die Echtzeitfähigkeit und ermöglicht erweiterte Diagnose- und Konfigurationsmöglichkeiten direkt aus der Steuerungsebene.

Branchennormen und Materialwissenschaft im Kontext von Drehimpulsgebern

Die Qualität und Zuverlässigkeit von Drehimpulsgebern wird maßgeblich durch die Einhaltung etablierter Branchennormen und die Wahl geeigneter Materialien beeinflusst. Dies gewährleistet die Langlebigkeit und Sicherheit auch unter extremen Bedingungen.

KriteriumBeschreibungRelevanz für DrehimpulsgeberTypische Normen/Materialien
Funktionale SicherheitSchutz vor Ausfällen und Fehlfunktionen, die zu gefährlichen Situationen führen können.Für sicherheitsrelevante Steuerungsaufgaben, Not-Aus-Funktionen.IEC 61508, ISO 13849, SIL (Safety Integrity Level)
Schutzart (IP-Schutzklasse)Schutz gegen das Eindringen von Festkörpern (Staub) und Flüssigkeiten (Wasser).Bestimmt die Eignung für unterschiedliche Umgebungsbedingungen (Reinraum bis raue Industrieumgebung).IP65, IP67, IP69K
Vibrations- und SchockfestigkeitWiderstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Belastungen.Wichtig für Anwendungen in bewegten Maschinen, auf Fahrzeugen oder in stark vibrierenden Umgebungen.IEC 60068-2-6 (Schwingungen), IEC 60068-2-27 (Stoß)
TemperaturbeständigkeitBetriebstemperaturbereich des Gebers.Enschiert die Funktionsfähigkeit in extrem heißen oder kalten Umgebungen (z.B. Öfen, Kühlhäuser).-40°C bis +120°C (Standard bis High-Temp-Varianten)
Materialien GehäuseWiderstandsfähigkeit gegen Korrosion, Chemikalien und mechanische Beanspruchung.Einfluss auf Lebensdauer und Eignung für aggressive Medien.Edelstahl (V4A), eloxiertes Aluminium, hochfeste Kunststoffe
EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit)Strahlt keine unzulässige elektromagnetische Störung aus und ist unempfindlich gegen externe Störungen.Verhindert Beeinflussung anderer elektronischer Geräte in der Nähe.EN 61000-4-x (Störfestigkeit), EN 61000-6-x (Emissionsgrenzwerte)

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Drehimpulsgeber

Was ist die Auflösung eines Drehimpulsgebers und warum ist sie wichtig?

Die Auflösung eines Drehimpulsgebers gibt an, wie fein seine Bewegung erfasst werden kann, ausgedrückt in Impulsen pro Umdrehung (PPR). Eine höhere Auflösung ermöglicht eine präzisere Messung von Winkeln und Distanzen, was für Anwendungen wie hochgenaue Positionierung, Robotik oder CNC-Maschinen entscheidend ist, bei denen kleinste Bewegungen exakt erfasst werden müssen.

Welchen Unterschied gibt es zwischen einem Inkrementalgeber und einem Absolutwertgeber?

Inkrementalgeber liefern eine Impulsfolge, die die zurückgelegte Bewegung darstellt, benötigen aber eine Referenzfahrt (Homing) nach jedem Einschalten, um ihre absolute Position zu kennen. Absolutwertgeber hingegen liefern nach jedem Einschalten sofort die exakte Position, da jede Winkelposition einen eindeutigen Code hat. Dies macht sie ideal für Anwendungen, bei denen ein Positionsverlust nicht tolerierbar ist.

Brauche ich für meine Anwendung einen Sicherheitsdrehimpulsgeber?

Wenn Ihre Anwendung sicherheitsrelevante Funktionen beinhaltet, wie z.B. Not-Aus, Geschwindigkeitsüberwachung zur Vermeidung gefährlicher Zustände oder wenn die Maschine als Ganzes sicherheitszertifiziert sein muss, ist die Verwendung eines Sicherheitsdrehimpulsgebers zwingend erforderlich. Diese Geber sind speziell dafür konzipiert, redundante und zertifizierte Daten zu liefern.

Was bedeutet die Schutzart (IP-Schutzklasse) für Drehimpulsgeber?

Die IP-Schutzklasse (International Protection) gibt an, wie gut das Gehäuse eines Drehimpulsgebers vor dem Eindringen von Fremdkörpern (erste Ziffer, z.B. 6 für staubdicht) und Wasser (zweite Ziffer, z.B. 7 für Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen) geschützt ist. Eine höhere Schutzart wie IP67 oder IP69K ist für raue Umgebungsbedingungen, z.B. in der Lebensmittelindustrie oder im Außenbereich, notwendig.

Welche Vorteile bieten industrielle Ethernet-Schnittstellen für Drehimpulsgeber?

Industrielle Ethernet-Schnittstellen wie PROFINET oder EtherNet/IP ermöglichen eine nahtlose Integration der Drehimpulsgeber in moderne Automatisierungsnetzwerke. Dies reduziert die Verkabelungskomplexität, ermöglicht Echtzeitkommunikation, vereinfacht die Konfiguration und Diagnose und bietet oft erweiterte Funktionen für die Datenerfassung und -verarbeitung direkt in der übergeordneten Steuerung.

Wie wähle ich die richtige Auflösung (PPR) für meinen Drehimpulsgeber aus?

Die Wahl der Auflösung hängt von der erforderlichen Genauigkeit Ihrer Anwendung ab. Berechnen Sie den maximalen Messbereich und teilen Sie diesen durch die kleinste Bewegungseinheit, die Sie erfassen müssen. Faustregel: Eine höhere Auflösung ist immer von Vorteil, solange die nachgelagerte Elektronik diese verarbeiten kann und die Kosten im Rahmen bleiben. Für viele industrielle Anwendungen sind 1000 bis 5000 PPR ein guter Ausgangspunkt, während Robotik oder hochpräzise Fertigung noch höhere Werte erfordern können.

Was sind die wichtigsten Materialunterschiede bei Drehimpulsgebern?

Die Gehäusematerialien variieren je nach Anforderung: eloxiertes Aluminium ist leicht und kostengünstig, Edelstahl (insbesondere V4A) bietet hervorragende Korrosionsbeständigkeit für aggressive Umgebungen, und spezielle Kunststoffe können für bestimmte Anwendungen Vorteile bieten. Die Wahl des Wellenmaterials und der Lager beeinflusst ebenfalls die Lebensdauer und Robustheit, besonders unter Last und bei hoher Drehzahl.